Die Georg-August-Universität Göttingen besitzt eindrucksvolle Sammlungen von internationaler Bedeutung, deren Gründung auf die Anfänge der Universitätsgeschichte im 18. Jahrhundert zurückgeht. Die in Göttingen tätigen Gelehrten strebten im Geiste der Aufklärung nach einer bestmöglichen Ausstattung für Forschung und Lehre. Auch die Attraktivität der Universität für Studenten sollte durch einzigartige Sammlungsbestände erhöht werden. Die Initiative des Göttinger Naturforschers und Anthropologen Johann Friedrich Blumenbach und seine hervorragenden Kontakte zu Teilnehmern der großen Entdeckungsreisen seiner Zeit führten zu zahlreichen Schenkungen und ertragreichen Tauschgeschäften. So gelang es bereits 1773, das Königlich Academische Museum zu eröffnen. Die Sammlungen an Flora und Fauna, Büchern und Karten, Ethnographica, Bildern und Graphiken dienten, wie Georg Christoph Lichtenberg es nannte, »nicht zum Prunck, sondern lediglich zum Gebrauch, zur Untersuchung und zum Unterricht«.
Eindrucksvoll, spannend und in ihrer Fülle beeindruckend sind die Bestände an Apparaten und Instrumenten, Modellen und Medaillen, Präparaten und ethnologischen Stücken sowie Kunstwerken der Druckgraphik und Malerei, die in den letzten Jahren zunehmend für Interessierte geöffnet wurden.
Jetzt laden fünf große museale Sammlungen ein: das Zoologische Museum, die Ethnologische Sammlung, die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen sowie das Geowissenschaftliche Museum sind sonntags in der Zeit von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Die Kunstsammlung ist wegen Renovierungsarbeiten voraussichtlich bis Ende 2009 geschlossen, stellt sich aber in der Veranstaltungsreihe »Kunstwerk des Monats« regelmäßig vor. Sonntagsspaziergänge: Kunst – Kultur – Natur. Lernen Sie und Ihre Familie an einem Sonntagvormittag die Schätze der Georgia Augusta kennen. Unsere Sammlungen und Museen sind einen Besuch wert.